Digitalisierung in der Landwirtschaft: mehr als nur Technik auf dem Feld
Wenn von Digitalisierung in der Landwirtschaft die Rede ist, denken die meisten an GPS-Traktoren. Die Website und die digitale Kundenkommunikation werden dabei oft vergessen.
In Fachmedien dreht sich die Diskussion um Digitalisierung in der Landwirtschaft meistens um Präzisionslandwirtschaft, Sensorik auf dem Feld, autonome Maschinen. Alles spannend, alles wichtig — aber für den einzelnen Betrieb oft weit weg von dem, was im Alltag den größten Unterschied macht.
Der Teil der Digitalisierung, der bei meinen Kunden am direktesten Wirkung zeigt, ist viel unspektakulärer: eine Website, die tatsächlich gefunden wird, ein Buchungssystem, das Zeit spart, eine klare Online-Kommunikation mit Kunden. Das klingt banal neben autonomen Erntemaschinen, ist aber für einen mittelständischen Hof oft der Hebel, der sich am schnellsten auszahlt.
Ich beobachte auch einen Generationeneffekt: Betriebe, die gerade an die nächste Generation übergeben werden, digitalisieren oft parallel dazu ihre Außendarstellung — nicht, weil es Mode ist, sondern weil die jüngere Generation selbstverständlich googelt, bevor sie irgendwo hinfährt, und genau dieses Verhalten bei den eigenen Kunden vorwegnimmt.
Digitalisierung in der Landwirtschaft muss nicht bei der Maschine anfangen. Oft macht es mehr Sinn, bei der Sichtbarkeit anzufangen.