Social Media für landwirtschaftliche Betriebe: Lohnt sich das?
Die ehrliche Antwort: kommt darauf an, was Sie zeigen wollen — und ob Sie es wirklich regelmäßig durchhalten.
Diese Frage bekomme ich regelmäßig gestellt, und ich gebe ungern die Standardantwort „kommt drauf an", aber hier stimmt sie wirklich. Social Media lohnt sich für landwirtschaftliche Betriebe dort, wo es etwas zu zeigen gibt, das Menschen emotional anspricht — Tiere, Jahreszeiten, Ernte, der Alltag auf dem Hof. Es lohnt sich nicht, wenn man es nur betreibt, weil „das heute jeder macht".
Ich habe einen Kunden, der drei Kurzvideos pro Jahr postet — Aussaat, Ernte, Weihnachtsbaumverkauf — und damit mehr Reichweite erzielt als andere Betriebe mit täglichen Posts, weil seine Inhalte echt und nicht erzwungen wirken. Instagram-Follower kaufen keine Eier. Aber sie erinnern sich an Sie, wenn sie das nächste Mal am Ortsschild vorbeifahren.
Was ich davon abrate: sich auf mehreren Plattformen gleichzeitig zu verzetteln. Ein Kanal, konsequent bespielt, schlägt drei Kanäle, die alle drei Wochen einschlafen. Und die eigene Website sollte trotzdem der feste Ankerpunkt bleiben — Social Media ist Werbung dafür, kein Ersatz.