Webdesign

Website für den Hofladen: Was wirklich wichtig ist

Öffnungszeiten, Sortiment, Anfahrt — bei einem Hofladen entscheiden drei Dinge, ob jemand vorbeikommt. Der Rest ist meistens Dekoration.

Website für den Hofladen: Was wirklich wichtig ist

Ich war letztes Jahr bei einem Hofladen im Augsburger Umland, dessen Website noch aus der Zeit stammte, als Flash-Animationen als modern galten. Der Betreiber hat mich gefragt, ob er ein „richtiges" Corporate Design mit Logo-Animation braucht. Meine Antwort: nein, aber er braucht dringend drei Dinge, die auf seiner alten Seite gefehlt haben.

Öffnungszeiten, die auch stimmen

Klingt banal, ist es nicht. Ich sehe ständig Hofläden, deren Website „Mo–Sa 8–18 Uhr" anzeigt, während vor Ort ein handgeschriebener Zettel „Mittwoch geschlossen, Erntehilfe" hängt. Google zeigt die falschen Öffnungszeiten aus dem Google-Business-Profil an, das seit zwei Jahren niemand aktualisiert hat. Das kostet Kunden, die extra herfahren und vor verschlossener Tür stehen.

Sortiment mit echten Fotos, keine Kategorien-Icons

Ein Foto vom aktuellen Gemüsekorb wirkt glaubwürdiger als jedes generische „Frisches Gemüse"-Symbol. Die Leute wollen sehen, was diese Woche wirklich da ist, nicht ein Stockfoto von perfekten Tomaten, die es bei Ihnen nie geben wird, weil Sie regional und saisonal anbauen.

Anfahrt, die auch für Ortsfremde funktioniert

„Der alte Hof am Ortseingang, an der Kreuzung links" hilft niemandem, der zum ersten Mal kommt. Eine eingebettete Karte mit korrekter Adresse ist Pflicht, kein Nice-to-have.

Alles andere — Blog, Newsletter, Online-Shop mit Lieferservice — kann später kommen, wenn diese Basis steht. Vorher ist es nur zusätzlicher Pflegeaufwand für etwas, das noch niemand vermisst.